
Hallo zusammen,
Stillen, Schnuller und Fläschchen: Im ersten Lebensjahr eines Babys tauchen viele Fragen auf - besonders dann, wenn man zum ersten Mal Eltern geworden ist.
In den kommenden zwei Wochen habt ihr deshalb hier im BabyForum die Möglichkeit, eure Fragen direkt an
Hebamme Karin Müller zu stellen. Fragen zu Produkten von MAM Baby könnt ihr ebenfalls gerne stellen. Diese werden vom fachkundigen MAM Support-Team beantwortet.
💕 Zu diesen Themen könnt ihr Karin beispielsweise fragen:
Fläschchen:
• Wie funktioniert die Kombination aus Stillen und Fläschchen?
• Welcher Sauger ist der richtige?
• Welche Trinkmenge braucht mein Baby?
Stillen und Abpumpen:
• Wie gelingt ein guter Stillstart?
• Welche Milchpumpe passt zu mir?
• Wie bewahre ich abgepumpte Muttermilch richtig auf?
Schnuller und Saugbedürfnis:
• Wann kann ich meinem Baby einen Schnuller anbieten?
• Beeinflusst ein Schnuller das Stillen?
• Wie gelingt die Schnullerentwöhnung?
Auch Fragen rund um das Wochenbett, Beikost, das Abstillen oder andere Unsicherheiten im ersten Babyjahr sind willkommen. Schreibt einfach, was euch gerade beschäftigt – es gibt keine falschen Fragen!
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💡 Unsere Expertin:
Karin Müller ist erfahrene Hebamme im Hebammenzentrum Wien und begleitet seit vielen Jahren Schwangere, Babys und Familien.
ℹ️ Gut zu wissen:
Der Hebammen-Chat ist in den kommenden zwei Wochen für euch geöffnet. Stellt eure Fragen einfach als Kommentar in diesem Thread. Bitte habt Verständnis, dass die Beantwortung manchmal etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.
Dieser Hebammen-Chat wird mit freundlicher Unterstützung von MAM Baby ermöglicht.
Wir freuen uns auf eure Fragen und einen offenen, hilfreichen Austausch!
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Liebe Grüße
Admina
Kommentare
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Die oben genannten Fragen zu Schnuller, Abpumpen und Fläschchen werden mir im Beratungsalltag alle sehr oft gestellt. Die meisten Familien wünschen sich, dass das Stillen gut in Gang kommt, sehen einen Schnuller oder eine Flasche aber vielleicht als gute Helfer im anstrengenden Babyalltag und sind verunsichert durch verschiedenste Meinungen, auf die sie stoßen.
Hier gleich erste Inputs von mir:
Zuerst zum Schnuller: Hier kann man wirklich jede Meinung finden. Für mich ist neben der Schnullerform - der Schnuller soll möglichst leicht sein, der Schaft schmal, das Lutschteil weich und symmetrisch (nicht abgeschrägt) – vor allem auch der Umgang mit dem Schnuller wesentlich. Damit meine ich einen bewussten, gezielten Einsatz, z.B. als Hilfe beim Einschlafen oder zur kurzen Beruhigung, z.B. in der Straßenbahn, wenn ich weiß, ich muss in zwei Stationen aussteigen und dann kann ich in Ruhe stillen.
Es empfiehlt sich sehr, die ersten Wochen mit der Gabe eines Schnullers noch zurückhaltend zu sein, bis sich das Stillen gut eingespielt hat. Bei vollgestillten Kindern stoßen Eltern aber auch ganz oft auf die Situation, dass sie gern einen Schnuller einführen würden, aber die Kinder in partout ablehnen – ich könnte mir gut vorstellen, dass es auch zu diesem Thema zu Austausch im Chat kommen wird! 😊
Und auch ein paar Worte gleich vorab zu Abpumpen und Fläschchen:
Ich erlebe es bei vielen Familien als sehr hilfreich, wenn, nachdem sich das Stillen gut eingespielt hat, auch die zusätzliche Möglichkeit von Abpumpen und Flaschenfütterung eingeführt wird – die Mutter kann dadurch auch mal länger am Stück unterwegs sein und der Vater/der Partner/die Partnerin kann noch mehr einbezogen werden. Dadurch wird es auch leichter, eine gleichwertigere Elternschaft zu leben (Stichwort Mental Load).
Das Abpumpen ist für Frauen anfangs schon oft ungewohnt und es braucht vielleicht zuerst ein paar Tricks, dass die Milch ins Fließen kommt (z.B. direkt nach dem Stillen pumpen, neben dem Baby pumpen, eine sanfte Brustmassage vor dem Pumpen…).
Die Aufbewahrung der abgepumpten Milch und das Aufwärmen gehen aber im häuslichen Umfeld ganz unkompliziert (hier gibt es keine „bösen“ Keime, die fürs Kind problematisch sein könnten): Im Kühlschrank hält abgepumpte Milch sehr gut mehrere Tage, im Tiefkühler viele Wochen, Aufwärmen im Wasserbad auf Körpertemperatur.
Gern gebe ich euch im Laufe des Chats auch noch Hinweise zum liebevollen Flaschefüttern!
Ich bin schon sehr gespannt auf eure Fragen und freue mich, euch mit meinem Wissen und meiner Erfahrung unterstützen zu können!
Karin
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Sollte man beim Schnuller bei der kleinsten Größe bleiben oder auf die Größeren wechseln? Mein Sohn ist 1 Jahr, aber wir verwenden noch die kleinste Größe.
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Meine Frage wäre,... Das stillen bei meinem ersten Kind hat nicht so gut geklappt, mir wurde nun (in der SS meines 2. Kindes) geraten schon in der SS Kolostrum abzupumpen damit ich dann welches/mehr habe. Ist das wirklich hilfreich und wenn ja, ab wann soll ich damit starten?
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Liebe Zilly,
vielen Dank für deine Frage! 😊
Grundsätzlich werden unsere Schnuller in verschiedenen Größen angeboten, weil sich Mund und Kiefer deines Kindes in den ersten Lebensjahren sehr schnell entwickeln. Die jeweils passende Schnullergröße kann die gesunde Entwicklung unterstützen.
Die Altersangaben auf den Verpackungen dienen dabei als Orientierung. Jedes Kind entwickelt sich jedoch individuell: Größere und kräftigere Kinder benötigen oft früher die nächste Größe als kleinere und zartere Kinder. Wenn dein Sohn mit seinem aktuellen Schnuller zufrieden ist und ihn gut annimmt, ist das grundsätzlich kein Problem. Im Zweifel gilt: Lieber einen etwas zu kleinen als einen deutlich zu großen Schnuller anbieten. Stelle aber zu jeder Zeit sicher, dass der Bereich um die Nase nicht zu eng vom Schild bedeckt ist. Sollte das der Fall sein, empfehlen wir auf die nächste Größe zu wechseln.
Alles Liebe
Dein MAM Expertenteam 💙
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Liebe Vogi,
da hole ich ein bisschen aus:
Grundsätzlich produziert der Körper schon ab der 16./18. Schwangerschaftswoche Kolostrum. Gleichzeitig bremsen die Schwangerschaftshormone noch die Produktion größerer Milchmengen in der Schwangerschaft. Es ist deshalb für manche Frauen recht schwierig, in der Schwangerschaft schon Kolostrum zu gewinnen. Andererseits kann es sehr beruhigend wirken, schon einige Tropfen gesammelt zu haben. Ich kann aber durch Kolostrumgewinnung in der Schwangerschaft die Menge nach der Geburt nicht erhöhen.
Empfohlen wird eine Kolostrumgewinnung an sich vor allem bei Schwangerschaftsdiabetes oder in Situationen, wo ich damit rechnen muss, dass es zu einer Trennung direkt nach der Geburt kommen könnte.
Wenn du es trotzdem probieren möchtest, dann starte erst ab der 37. Schwangerschaftswoche, mache davor eine Brustmassage mit warmen Händen, machs dir dabei gemütlich, stimm dich auf dein Baby ein... Wahrscheinlich kommen maximal einzelne Tropfen, die fange am besten in ganz schmalen Spritzen auf, beschrifte sie mit Namen und Datum und bewahre sie im Tiefkühler auf. Nimm sie in einer Kühlbox zur Geburt mit, bei Bedarf können die Tropfen dann unter warmem Wasserbad ganz schnell aufgetaut werden.
Lass dich beim Stillen nach der Geburt ganz gut unterstützen, und am besten organisiere dir noch eine (Kassen-)Hebamme für die Zeit nach der Entlassung, Hebammen leisten sehr gute Stillunterstützung nach der Geburt!
Alles gute für dich!
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Sehr viel liegend Stillend und nur Blockstillen hat das ganze dann beruhigt.
Jetzt wurde mir für die 2. Stillzeit empfohlen eher früh einen Schnuller zu verwenden (Kind 1 hat den verweigert) um die Milchproduktion nicht zu viel zu fördern. Ist das ein üblicher Tipp oder eher ungewöhnlich ?
Und 2. Frage ich würde beim 2. Kind gerne Versuchen die Flasche früher einzuführen weil Kind 1 das auch bis zum Schluss verweigert hat (bis er dann mit fast 2 Auf Kuhmilch gestoßen ist und die schmeckt ihm). gibt da Tips und Tricks wenn man daneben normal stillen möchte ?
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Liebe Kathi!
Ja zu viel Milch und zu starker Milchspendereflex können die Stillzeit gerade in den ersten 2-3 Monaten sehr erschweren. Meist ist dafür aber keine konkrete Ursache zu finden. (Übermäßiges Pumpen könnte eine festzumachende Ursache sein.) Jedenfalls liegt das Problem nicht an "zu viel Saugen" des Kindes, sodass eine Schnullerverwendung hier keine Besserung der Symptomatik bringen wird. Im Einzelfall macht ein Schnuller aus anderem Grund Sinn, wenn nämlich das Kind ein sehr großes Saugbedürfnis hat, dass es endlich einmal woran saugen kann, ohne dass es gleich von Milch überschwemmt wird :-)
Aus meiner Erfahrung kann es durchaus sein, dass auch beim zweiten Kind wieder viel Milch und starker Milchspendereflex auftreten. Die Maßnahmen, die helfen können, kennst du schon: Blockstillen, gegen die Schwerkraft stillen, Milchspendereflex vor dem Stillen mittels einer sanften Brustmassage auslösen und ein wenig Milch mit der Hand entleeren bzw beim Einsetzen des Milchspendereflexes das Baby kurz von der Brust nehmen und etwas Milch in einen Becher laufen lassen. Liegt nicht nur ein starker Milchspendereflex, sondern wirklich auch eine Überproduktion von Milch vor, kann auch Kühlen nach dem Stillen oder Salbei- oder Pfefferminztee helfen, die Milchbildung zu reduzieren.
Zur zweiten Frage, ja, du kannst, sobald das Stillen sich eingespielt hat (üblicherweise nach 3-6 Wochen) gern sofort starten, eine Flasche einzuführen. Ich erlebe oft, dass Stillkinder diese zunächst verweigern, weil sie das "Original" bevorzugen :-) Wenn das Stillen einmal gut erlernt ist, verlernen Kinder es auch nicht mehr, wenn zB einmal täglich (oder wie oft es eben für euch hilfreich wäre) eine Flasche gegeben wird. Oft brauchts Geduld und wie ich es erlebe auch eine gewisse Klarheit und Überzeugung, dass es euch als Eltern wichtig ist, dass ihr euch nicht vom anfänglichen Protest des Kindes von eurem Plan abbringen lasst :-) Und meist hilft sehr gut, wenn es eine andere Person als die Mutter ist, die die Flasche anbietet, und die Mama selber am besten wirklich sogar aus der Wohnung geht - Kinder wissen ganz genau, ob die Brust gerade ohnehin verfügbar wäre oder eben nicht!
Ich hoffe, du kannst mit meinen Inputs etwas anfangen, frag sonst gern noch nach!
Alles Gute!